MEIN EINZELGÄNGERTUM

erzähltes

Ich bin ein Einzelgänger und liebe mein Leben.

Das war immer schon so und wird sich vermutlich im Laufe meines Lebens auch nicht mehr ändern. Die Tatsache ist jedoch keine Tragische, sie ist einfach vorhanden.

Selten fühle ich mich dazugehörig, sei es unter Kollegen, Freunden oder Bekannten. Das ist für mich nichts Neues. Ich muss mir nur meine Position in diesen Konstellationen finden, dann ist für mich auch in diesen Situationen alles in Ordnung.

Trotz meines Hanges alleine zu sein, liebe ich Gesellschaft. Gesellschaft von meiner Familie und Freunden. Da soll sich mal jemand auskennen, nicht wahr?

Ich liebe es für alle zu kochen, zu dekorieren, mir Geschenke auszudenken, Brettspiele zu spielen, zu diskutieren, zu helfen und zu unterstützen. Aber trotz allem brauche ich dann auch wieder meine Rückzugsorte und die Zeit für mich, denn wenn ich sie nicht habe, dann explodiere ich schnell nach allen Seiten, bekomme keine Luft und fühle mich durch und durch unwohl in meiner Haut.

Manchmal, oder besser gesagt, regelmäßig fühle ich mich auch einsam. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich ein Einzelgänger bin und mich selten verstanden fühle, oder einfach weil das Alleinsein, dann doch auch schwere Gedanken mit sich bringt. Und beim Schwere-Gedanken-Denken falle ich manchmal weit, so weit, dass mich das emotionale Alleinsein erdrückt und das Lächeln auf meinen Lippen verschwindet.

Ein Lächeln lächeln ist nicht immer einfach. Viele Jahr hatte ich so Phasen wo ich gefallen bin und ich mich erst sehr langsam wieder gefunden habe und lächeln konnte. Es ist schwer zu beschreiben, aber wenn ich mich zurückziehe und gleichzeitig alleine fühle dann sind die Gedanken zu schwer für den Alltag. Der Alltag passiert dann eher automatisch und gar nicht mehr bewusst.

Da es immer mal wieder Menschen gibt die mich verstehen oder auch nur versuchen zu verstehen ist das immer sehr aufbauend und hilft mir durch den Alltag. Ich muss nicht immer verstanden werden, aber in manchen Situationen erscheint es mir als äußerst wichtig und dann verzweifelt etwas in mir und bringt mich an diesen Punkt, in diese Phase.

Ich glaube, dass diese Situationen des Fallens und des Verzweifelns sehr an mein Einzelgängertum geknüpft sind. Oft habe ich das Gefühl, dass es aber auch so sein muss, aber nicht weil ich es mir schwer machen will oder muss, sondern weil mich diese Gefühle erst zu der Person machen die ich bin: fröhlich, bunt und intensiv.

Trotz all der Schwere, die da mitschwingt, ist es im Gesamtbild gesehen so, dass ich mich wohl fühle. Wohl als gesellige Einzelgängerin, die das Leben liebt und manchmal einsam ist.

Erzähltes.

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4 Antworten zu “MEIN EINZELGÄNGERTUM

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