BEGINN

Als drittes Buch meiner Fastenzeit habe ich mir „Beginn“ ausgewählt.

Dieses Buch habe ich vor einigen Monaten einer Freundin geschenkt. Sie hat gemeint, dass sie das Buch so liest, als würde ich die Frau sein, die erzählt ;). Jetzt habe ich es auch gelesen – natürlich mit ein wenig Neugierde – und finde mich großteils wirklich wieder.

Es handelt von einer Frau (37), die auf der Suche nach wahrhaftiger Liebe ist. Sie erzählt warum sie die Person ist, die sie heute ist.

Sie schreibt alles auf – woher sie kommt, wie sie als Kind war, wie sie ihre Eltern sieht und wann sie begonnen hat sich und ihr Bewusstsein zu erforschen.

Sie schreibt alles nieder, um es jemanden – Martin – zum Lesen zu geben. Denn erst dann möchte Sie sich dieser Person näheren – erst dann, wenn sie ihm offen alles erzählt hat: wer sie ist – von Beginn an.

Schön geschrieben. Man verspürt keine Hast beim Lesen – es hat jedes Wort und jeder Satz seine Berechtigung und man fühlt sich wohl während man die Wörter ein Bild malen lässt. Es ist möglich während den Zeilen abzuschweifen und sein Leben zu betrachten – jedenfalls erging es mir so.

Ich verstand Maria – die Frau aus dem Buch. Ich verstand ihre Beweggründe und woher sie kommt bzw. wohin sie geht. Faszinierend.

Hier ein paar Passagen aus ihrem Brief an Martin – oder an alle, die es lesen möchten:

„Ich glaube heute daran, dass wir alle miteinander verbunden sind. In Aktion und Reaktion. Ich glaube, dass es ein großes unsichtbares Netz gibt, das uns fühlen lässt, wie es zugeht. Auf dieser unserer Welt. So wie die Nachrichten im Fernsehen uns die realen Bilder realer Ereignisse vom anderen Ende der Welt erleben lassen, so gibt es etwas, das ich das Fernfühlen nennen möchte. Alle menschen auf diesem Planeten sind mit ihren Seelen an dieses Netz angeschlossen. Sie sind mit ihren Worten und Taten und ihrem Glauben und Nichtglauben angeschlossen. Wie ein unendlicher Ozean, dessen Wellen in Hawaii aus demselben Wasser bestehen wie in Shanghai, sind wir alle miteinander verbunden. In diesem Meer unserer Gedanken und Gefühlen hat jeder einzelne Gedanke und jedes einzelne Gefühl eine Wirkung.“

„Wir befürchten, dass all die Menschen, die uns in unserer Ungenauigkeit gewohnt waren, sich zurückziehen werden wenn, wenn wir ihnen zeigen, wer wir wirklich sind. Darum lachen wir mit, wenn Witze gemacht werden, die uns traurig machen, darum trinken wir das fünfte Glas Schnaps in einer launigen Runde, obwohl wir wissen, dass wir am nächsten Morgen Kopfschmerzen ertragen müssen, darum gehen wir mit Menschen ins Bett, vor deren Berührungen uns insgeheim ein wenig friert, nachdem der Reiz des Unbekannten verflogen ist. Zu all dem sind wir bereit, weil dieses Maskenspiel der scheinbaren Nähe uns die Illusion gibt, nicht allein zu sein.“

„Die Seele lernt nur an dem was der Verstand nicht begreift.“

Beginn

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Eine Antwort zu “BEGINN

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