VEGAN plus FLEISCH minus SCHOKO

VEGAN plus FLEISCH minus SCHOKO – erscheint auf den ersten Blick wohl etwas abstrus, aber es umfasst meine gegenwärtige Ernährung ganz gut. Ich esse keine Milchprodukte, egal ob von der Kuh, der Ziege, oder anderen Tieren – ich vertrage es schlichtweg nicht. Auch wenn ich es weglasse, weil ich es nicht vertrage, heißt das nicht, dass es mir fehlt. Ich genieße die „milchlose“-Kost. 

Fleisch steht am Speiseplan, ist jedoch nicht übermäßig vorhanden. In der Arbeit gehe ich zu Mittag immer in die Kantine. Hier gibt es täglich fünf Gerichte, zwei Suppen und jede Menge Salate zur Auswahl. Ich versuche darauf zu achten, kein Fleisch und keinen Käse oder Soßen zu mir zu nehmen. Jedoch wird mir das nicht sonderlich leicht gemacht. Entweder ist Fleisch dabei, oder aber Käse (für die Vegetarier, versteht sich!) – somit fällt meine Wahl immer auf das geringere Übel: das Fleisch.

Auch wenn ich bei Freunden, oder Bekannten eingeladen bin, esse ich was es gibt – weil ich es sehr unhöflich finde (aber vielleicht ändert sich das mit der Zeit und ich kann „nein“ sagen, denn ich meine es nicht unhöflich) immer abzulehnen, nur weil ich es nicht möchte, oder nicht vertrage.

Vielleicht ist es noch interessant zu wissen, dass ich kein Obst esse, Beeren ja, aber den Rest an Obst nicht – auch keine Tomaten, falls sich wer wundern würde 😉 .

Prinzipiell würde ich gerne ohne jeglicher tierischer Produkte leben, habe mich jedoch mit der Zeit dafür entschieden, dass ich Bio-Fleisch auf meinem Speiseplan akzeptiere, jedoch nur ein bis zwei Mal die Woche – das kommt auf die Einladungen von Freunden und Familie drauf an – und was in der Firma so am Mittagstisch angeboten wurde. Vom Alltag gegeiselt zu sein ist ein fast unmöglicher Zustand für mich, ich wüsste jedoch keinen Ausweg im Moment.

Zuhause ernähren wir, mein Mann und ich, uns ausschließlich vegan. Kein Butter, keine Kuhmilch, kein Käse, kein Ei, kein Honig. Für Müsli oder Kakao nehmen wir Reis- und Hafermilch – übrigens schmeckt das außerordentlich gut 🙂 mmmmmmh!

Zu all diesen Unverträglichkeiten und verachteten Lebensmitteln kommt noch dazu, dass ich Soja nicht wirklich vertrage – einmal im Monat einen Tofu ist okay, aber dann bin ich auch schon am Limit. Somit fallen die allseits bekannten veganen Gerichte weg, da die meist mit Soja oder Tofu zubereitet werden.

Aber falls du glaubst, jemand der vegan isst, verhungert sicherlich – dem ist nicht so 🙂 – man kann vegan sehr satt werden, vielleicht wird man dadurch nicht schlanker, aber deshalb esse ich ja auch nicht vegan (Sport wäre da wohl eher ein brauchbares Mittel um abzunehmen 😉 !) – aber man wird definitiv satt.

Ich liebe Eintöpfe – da kann man einfach unglaublich kreativ sein und sich austoben und es schmeckt immer! 🙂 Welche Eintöpfe mag ich besonders gerne, hmmm… linsenbasierte, kürbisbasierte, kartoffelbasierte und kichererbsenbasierte Eintöpfe sind meine Favoriten. Da für mich Gewürze und Öle das Um und Auf beim Kochen an sich sind, kann man jeden Eintopf mit den selben Grundzutaten machen, er kann jedoch immer unterschiedlich schmecken. Das macht für mich den Reiz aus. Den Einheitsbrei und immer das selbe – das mag ich nicht besonders, lieber nach Gefühl! 🙂

Rohkost und Salate (ohne Essig versteht sich, ist ja obstig 😉 ) sind mein persönlicher Snack – Gurke mit Salz, oder geriebene Karotten mit Zitrone und Öl, oder aber auch Rhonensalate gehen immer und machen mich glücklich. Ich bin ja auch so ein „Farben-Freak“ und diese intensiven Farben von diversen Gemüsearten sind einfach wunderbar!

Man kann auch vegan backen 😉 – ohne Ei und Milch – ja das geht – und es schmeckt trotzdem saftig, auch wenn man die Ei-Ersatz-Produkte weglässt (schmecken eh nicht besonders). Alles mit Mohn ist für mich ein Traum – schön saftig und intensiv im Geschmack und es passt sowohl Schokolade (ich weiß ist nicht vegan 😛 !), oder Beeren, aber auch diverse Cremes dazu – Mohn ist einfach wunderbar. Auch diese Kuchen und Muffins, die ich backe, mache ich nach Gefühl, weniger nach Rezept. Es gibt zwar ein Grundrezept für alles, aber das ist so abwandelbar, dass man damit alles machen kann was einem in den Sinn kommt.

Grundrezept:

  • 200g Rohrzucker oder Agavensirup oder Reissirup
  • 1 Pkg Vanillezucker oder Vanilleextrakt
  • 2 Pkg Backpulver
  • 600g Dinkelmehl, Kastanienmehl, Kokosmehl, Mohn, Kokosflocken, geriebene Nüsse, etc. (min. 200g Mehl, der Rest auf die 600g sind frei wählbar)
  • 1/2 bis 3/4 Liter Mineralwasser oder Leitungswasser oder Orangensaft oder Apfelsaft (wer möchte)

Alles zusammen in eine Schüssel und gut umrühren, bis alles zu einer Masse vermengt ist. Mit dem Wasser vorsichtig umgehen, besser nach und nach zugeben, damit man keinen zu flüssigen Teig bekommt. Man kann die Kuchen auch noch mit ganzen Nüssen oder getrockneten Früchten verfeinern – einfach drunter mischen. Bei 180° in den Ofen – ein Kuchen bleibt zwischen 40 und 60 Minuten im Rohr – kommt auf die Form an und die Tiefe – Muffins bleiben 12-15 Minuten drinnen. Verzieren mit Marmelade, Schoko oder Zimt – das perfekte Rezept zum Kreativ sein 🙂 !! Mohn, Kokosflocken und geriebene Nüsse machen den Kuchen besonders saftig – also nicht nur Mehl verwenden.

Ich möchte den Konsum an Fleisch minimieren, weil ich diese Überproduktion und generell die Herstellung von Supermarktfleisch einfach nur grauenhaft finde. Wenn ich dann heuer aufs Land ziehe, dann hoffe ich sehr, dass ich das verwirklichen kann – Fleisch nur vom Bauern und nur einmal die Woche. Das ist mal der Plan – ich erzähl euch dann in einem Jahr wie ich meinen Plan so umgesetzt habe – drückt mir die Daumen.

Abschließend noch ein paar Worte zum Punkt „minus SCHOKO„. Wer mich kennt weiß, dass das wohl ein Witz sein muss 😉 – ich der Schokoholic, jajajaja, wie sollte ich je dazu kommen, keine Schoko mehr zu essen. Oder besser gesagt, keine Schoko mehr zu verschlingen. Aber seit nun drei Wochen funktioniert das – ich habe keinen Heißhunger mehr und freue mich über diese Tatsache wirklich sehr. Ich esse sehr wohl noch ab und zu Schokolade, aber nicht jeden Tag und nicht immer gleich ein zwei Tafeln (jaja, ich war/bin wahnsinnig was das betrifft 😉 !!).

Ich bin nun jedoch gerade auf einem Weg, wo es möglich wäre, dass ich das auch langfristig umsetzen kann – keine Schokolade. Seit drei Wochen bin ich wegen gewissen körperlichen Gebrechen und Problemen in „alternativer“ Behandlung und dazu zählt am Rande auch diese Schokoladen-Sucht. Ich bin furchtbar glücklich darüber, dass es mir im Moment möglich ist, keine Schokolade essen zu müssen bzw. ein „Nerverl“ zu werden, wenn ich keine bekommen/finde 😉 !!

Somit ist meine aktuelle Ernährung sehr wohl als VEGAN plus FLEISCH minus SCHOKO zusammen zu fassen – auch wenn es sich streng genommen gegenseitig ausschließt – aber somit kann ich kurz und knapp sagen was ich esse und was nicht 😉 . Obwohl ich es schlussendlich eh noch damit ergänze, und sage, ich esse kein Obst und kein Schweinefleisch (finde ich äußerst ungenießbar).

Hier findet ihr ein paar Rezepte – die ich immer wieder gern koche 🙂

Advertisements

13 Antworten zu “VEGAN plus FLEISCH minus SCHOKO

  1. Hallo!
    Also in deiner Firmenkantine, bei all deinen Freunden und bei allen offiziellen Anlässen bei denen du, um Konfrontation zu vermeiden Fleisch ist, gibt es ausschließliech Bio-Fleisch zu essen?
    Glaubst du das wirklich? Ich kann mir das fast nicht vorstellen.

    Ich will auch nur Bio-Fleisch essen, aber das ist gar nicht so einfach. Auch für Bio-Fleisch müssen Tiere leiden und spätesten am Weg zum Schlachten werden ALLE gleich behandelt. Kann Bio-Fleisch wirklich eine Lösung sein?

    lg, sybille

    • ..nein das glaube ich nicht, aber wenn ich es selbst koche bzw zubereite, dann will ich, dass es biofleisch ist 🙂 …ich habe nichts gegen fleisch an sich, ich mag nur diesen überkonsum und dieses verschwenderische nicht und möchte die fleischindustrie nicht mehr unterstützen als ich es ohne hin mit kantine und diversen essenseinladungen tue..

    • naja, weil du es zu Hause für dich ganz anders machst, als wenn du unterwegs bist. Wärst du wirklich überzeugt, würdest du ja unterwegs auch anders essen. Soll keine Kritik sein, also bitte nicht so auffassen.
      Ich könnte meine Einstellung nicht so teilen, als wäre ich zu Hause ein anderer Mensch als wenn ich unter den Leuten bin.

      • …ich bin kein anderer mensch, wenn ich zuhause oder ausser haus bin – jedenfalls fühle ich mich nicht so…nur ist das angebot an sich recht rar…ich müsste immer vorkochen oder kalt zu mittag essen..das will ich jedoch nicht.. aber vielleicht bin ich irgendwann an diesem punkt wo ich das sehr wohl kann..mal abwarten 🙂 …kritik ist nie schlecht, also nur zu, jeder hat seine meinung und ich freu mich, wenn es menschen gibt, die sie auch vertreten 🙂

  2. aha. Dann isst du ja noch genug konventionell hergestelltes Fleisch.
    Warum isst du keine Milchprodukte und keine Eier?

      • Und fehlt dir Milch und Eier?
        Wenn ich vegan lese, denke ich schnell an Menschen die wirklich vegan leben. Die essen nichts von Tieren, weil sie tierleid vermeiden wollen. Also, das bedeutet dann auch kein Fleisch, Pelz, Leder und so.

      • milch und ei fehlen mir gar nicht, weil es mir nach dem konsum wirklich schrecklich geht, bei käse bis zu 24 stunden lang und bei einem ei waren es sogar fast 48 stunden…daher fehlt es mir nicht… honig zb mag ich, aber ich würde wohl nie mehr ein honigbrot essen, da die nebenwirkungen es einfach nicht wert sind in meinen augen….daher gibt es das nicht…für mich persönlich macht der konsum von fleisch, milch, ei oder honig untereinander keinen unterschied….die überproduktion an allem ist einfach grauenhaft..aber das umsetzen ist für mich noch nicht möglich…aber das kommt bestimmt auch noch….in einem jahr schaut es vielleicht schon anders aus und ich kann so leben und essen wie ich es mir im moment vorstelle!
        dass man unter vegan die nutzung von allem tierischen ausschliesst ist mir klar, das ist bei mir nicht so…ich sage immer vegan weil es meiner umgebung hilft mein essverhalten einzuordnen, aber in wahrheit esse ich keine tierischen produkt ausser fleisch, esse kein obst, aber beeren und kann ganze tomaten nicht ausstehen, trockenobst mag ich und essig darf gar nicht sein… 😀 …meine geschichte der ernährung!

  3. boah, 48 Stunden leiden wegen einem einzigen Ei, das glaub ich, dass dir das nicht fehlt.
    Dann ist es eigentlich dein Ziel eines Tages vegan zu leben? Respekt. Finde ich gut, und auch dass du das in deinem eigenen Tempo machst. Wichtig ist das Ziel eben nicht aus den Augen zu verlieren.
    Ich hoffe ich komme auch mal so weit. Ich bin gerade erst mal dabei meinen Fleischkonsum zu reduzieren, weil die Umstände in dieser Industrie ja, genau wie du schreibst, absolut unmöglich sind.
    Außerdem ist es sicher auch für die Gesundheit gut.
    alles Gute, sybille

  4. Pingback: MEIN PERSÖNLICHES KOCHBUCH | Meine Welt - Mein Leben - Mein Glück·

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s